Samstag, 17.03.2018: Veranstaltung – Widerständig Leben in der Provinz

Ausschnitt Flyer VA FFO 2018

– trotz staatlicher Repression, Überwachung & Knast

18. MÄRZ – TAG DES POLITISCHEN GEFANGENEN

Wir wollen den diesjährigen Tag des politischen Gefangenen – den 18. März – zum Anlass nehmen und uns mit linker Politik und widerständiger Praxis in der brandenburgischen Provinz beschäftigen; Und natürlich mit der Kriminalisierung linker Aktivistinnen und Aktivisten durch die Repressionsorgane.

Wir haben einen langjährigen Aktivisten aus dem südlichen Brandenburg eingeladen, der ausgehend von seiner persönlichen, politischen Arbeit und seinen Erfahrungen über antifaschistische Politik, linke Gegenansätze und das politische Zusammenleben „auf dem Lande“ berichten wird. Dabei wollen wir über die Überwachung durch Polizei & Geheimdienst sprechen, sowie über die Kriminalisierung durch Strafverfahren und letztendlich durch Knast, natürlich aber auch über den persönlichen Kampf, Mut, Kraft und die politische & praktische Solidarität!

Wir bitten Euch vor Ort um Spenden zur Unterstützung der Aktivisten/Aktivistinnen in den aktuellen §129b-Verfahren!

Samstag | 17. März 2018 | 15 Uhr

Wernsdorferstr. 10, 15537 Neu-Zittau – Auf dem Kesselberg; Infotelefon: 0177/7420920

Eintritt frei | Getränke & Imbiss gegen Spende

* Flyer zum Ausdrucken & Verteilen als PDF-Dokument: Flyer zur Veranstaltung am 17.03..

Samstag. 03.02.2018: Veranstaltung Frankfurt/Oder – „Die Linke und die Solidarität“

Ausschnitt Flyer VA FFO 2018

Zur Entstehungsgeschichte der Roten Hilfe(n) in der BRD und der Bedeutung für uns heute

Ende der 1960er Jahre findet in der alten (West-) BRD ein Umbruch statt. Die so genannte Studentenrevolte, die Proteste gegen den Vietnam-Krieg und der eskalierende Kampf zwischen der „neuen“ Linken und dem deutschen Staat verändern die Zeit. Damit einher gingen der Ausbau des Polizeiapparates, Verhaftungen, Fahndungen und Tötungen durch den deutschen Staat. Als Antwort darauf bildeten sich Anfang der 70er Jahre überall verschiedenste Solidaritätsstrukturen, aus denen sich über viele Stationen auch die bis heute agierende Rote Hilfe e.V. entwickelte.

Wir haben zu dieser Veranstaltung den Autor Hartmut Rübner eingeladen, der zu Geschichte der RH in der BRD u.a. das Buch „Die Solidarität organisieren“ veröffentlich hat. Zusammen mit ihm wollen wir ein wenig die damalige Zeit – etwa in (West-) Berlin – nachzeichnen und erfahren, welche Rolle Spaltungen und Sektierertum bei der Organisierung von Solidarität spielten, aber auch welche Möglichkeiten die spektrenübergreifende Zusammenarbeit aufzeigte. Nicht zu letzt wollen wir versuchen die damalige Situation mit dem heutigen Zeiten nach dem Hamburger G20 ins Verhältnis setzen und gemeinsam diskutieren, welche Entwicklungen und Erfahrungen heute noch eine Rolle für uns spielen.

In Zusammenarbeit mit dem Hans-Litten Archiv-Verein Göttingen.

Samstag | 3. Februar 2018 | Zeit: 18 Uhr

Ort: Berliner Straße 24, 15230 Frankfurt/Oder | Im Kontaktladen des Utopia e.V.
Eintritt frei – Spenden erbeten

* Flyer zum Ausdrucken & Verteilen als PDF-Dokument: Flyer zur Veranstaltung am 03.02. in Frankfurt/Oder.

Rote Hilfe KW: Redebeitrag zum 8. Mai 2017

Redebeitrag der Roten Hilfe OG Königs Wusterhausen zum 8. Mai 2017 – Tag der Befreiung am antifaschistischen Denkmal in Niederlehme

Liebe Genossinnen und Genossen,

als Ortsgruppe der Roten Hilfe e.V. freuen wir uns euch heute hier am Denkmal in Niederlehme begrüßen zur dürfen um mit Euch den Tages der Befreiung vom deutschen Faschismus zu feiern.

Wir stehen hier vor einem antifaschistischen Denkmal, das vor noch nicht allzu langer Zeit zugewachsen und heruntergekommen war. Vor einigen Jahren haben es örtliche Antifaschistinnen und Antifaschisten eher zufällig ausfindig gemacht und wieder hergerichtet. Unser Dank gilt daher auch in diesem Jahr den fleißigen Genossinnen und Genossen, die das Denkmal wieder würdig gestaltet haben und es – so wie auch in diesem Frühling – regelmäßig pflegen.

Die Namen dreier mutiger Arbeiter stehen hier auf diesem Denkmal – stellvertretend für alle anderen getöteten Genossinnen und Genossen des so genannten Kampfbundes gegen den Faschismus und der anderen illegalen Widerstandsgruppen in und um Königs Wusterhausen. Es sind der Kranführer Paul Schütze, der Dreher Karl Scherer und der Arbeiter Paul Schulze.

1942 – Mitten im Zweiten Weltkrieg – gründeten diese Genossinnen und Genossen in Niederlehme den eben bereits genannten Kampfbund als überparteiliche, proletarisch-antifaschistische Organisation, die in der Illegalität klandestin Widerstand gegen die Nazis, ihren Krieg und ihr mörderisches Regime organisierte.

Die Orientierung für solch eine Organisierung boten die bereits 1930 gegründeten Kampfbünde gegen den Faschismus. Viele der Genossinnen, die in den Weltkriegsjahren trotz der damals vorherrschenden massiven Repression, Bespitzelung und Brutalität den Niederlehmer Widerstandskreis aufbauten, waren zwar auch schon vorher politisch aktiv – allerdings war dies keine Parteigruppe der illegalen KPD sondern tatsächlich eine überparteilicher Zusammenschluss. Eine Eigenschaft, die auch wir als heutige Rote Hilfe e.V. immer deutlich hervorheben – strömungsübergreifend, Linke verschiedener Gruppierungen und Standpunkte zu organisieren.

Die mutigen Antifaschistinnen damals kamen bzw. waren aus verschiedenen Strukturen – einige kamen aus den Initiativen des Arbeitersports, einige aus den Reihen des Roten Frontkämpferbundes, waren parteilos oder – unter anderem waren sie auch in der damaligen Roten Hilfe Deutschlands Mitglieder bzw. aktiv für die RHD.

Für uns als Rote Hilfe Ortsgruppe ist dies natürlich ein besonderer Bezugspunkt – zeigt es doch, dass die Aktivitäten von Roten Helferinnen und Roten Helfern und die praktische Solidarität gegen Repression auch in den dunkelsten Tagen des deutschen Faschismus in und um Königs Wusterhausen zu finden sind.

1943 nahmen die Aktivitäten des Niederlehmer Kampfbundes ein jähes Ende. Die Gestapo griff in einer großangelegten Aktion die Zellen und Strukturen der Kampfbünde in Niederlehme, Ludwigsfelde und Berlin an und nahm dutzende Antifaschistinnen und Antifaschisten fest. Es folgten endlose Verhöre, Folter und schließlich „Verurteilungen“ zum Tode und in einigen Fällen langjährige Zuchthausstrafen. 1944 wurden die Todesurteile u.a. gegen die hier geehrten Paul Schütze und Paul Schulze in Brandenburg/Havel vollstreckt. Karl Scherer starb kurz nach der Befreiung am 8. Mai 1945, entkräftet durch die Haft.

Wir gedenken diesen drei Genossen und allen anderen Antifaschistinnen und Antifaschisten, die Teil des Widerstandes waren und sagen gerade am 8. Mai auch „Danke!“.

Als Antirepressionsorganisation unterstützen wir natürlich auch die aktuellen antifaschistischen und antirassistischen Kämpfe – gegen Strafbefehle, Verfahren, Verhaftungen und Verbote. Der Gedanke ist der Gleiche wie damals. Unsere Solidarität gegen Ihre Repression! In diesem Sinne.

Aktivkreis der Roten Hilfe e.V. Ortsgruppe Königs Wusterhausen

Samstag: 18.03., Veranstaltung: 18. März – Tag des politischen Gefangenen | Ausnahmezustand Kurdistan. Krieg, Repression

Oury Jalloh

Am 18. März jährt sich wieder einmal der internationale Tag des politischen Gefangenen. Seit seiner Wiederbelebung 1996 ist dieser Tag im Jahr einmal mehr Anlass Widerstand gegen die bürgerliche Klassenjustiz und deren Repression aufzubauen und unsere Solidarität zu stärken.

So sehen sich fortschrittliche und linke Aktivistinnen und Aktivsten im türkischen und syrischen Teil Kurdistans aktuell mit massiver Repression konfrontiert, darunter auch härteste Formen wie Folter und Tod. Die deutschen Behörden stehen dem türkischen Bündnispartner zur Seite indem sie diffamieren und kriminalisieren. Außerdem unterstützen sie direkt und indirekt den türkischen Folterstaat sowie islamistische Kräfte in Syrien. Wir haben daher unter anderem einen Vertreter vom Rechtshilfefonds Azadi e.V. eingeladen und wollen mit ihm versuchen die aktuelle Dimension der Repression in der Türkei/Syrien bis in die BRD zu skizzieren und überlegen, wie wir konkrete Solidarität aufbauen können. Dazu laden wir Dich recht herzlich ein!

In Zusammenarbeit mit dem Rechtshilfefonds Azadi e.V.

Samstag | 18. März 2017 | Zeit: 17 Uhr
Ort: Kesselberg, Wernsdorferstr. 10, 15537 Neu-Zittau – Infos unter kw.rote-hilfe.de, Königs Wusterhausen | Eintritt frei – Spenden erbeten

* Flyer zum Ausdrucken & Verteilen als PDF-Dokument: folgt noch….

Unser PGP-Key…

Hiermit möchten wir Euch mitteilen, dass wir als Ortsgruppe der Roten Hilfe e.V. auch über einen PGP-Key verfügen.

Damit könnt Ihr uns nun auch verschlüsselt mailen. Unseren Key erhaltet Ihr hier.






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