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Freitag, 11.11, Königs Wusterhausen | Veranstaltung: Oury Jalloh: Das war Mord !

Oury Jalloh

Am 7. Januar 2017 jährt sich nun zum 12. Mal der Mord von Oury Jalloh durch einen Brand in einer Dessauer Polizeizelle. Seit Jahren kämpfen die Aktivistinnen und Aktivisten der Kampagne „Break the silence!“ nun bereits beharrlich und unbeirrt gegen die Vertuschung und Verschleierung durch staatliche Behörden; und damit auch gegen Repression, Polizeigewalt und rechte Umtriebe im Staat insgesamt !

Vertreterinnen der Initiative werden auf unserer Veranstaltung über die aktuelle Situation berichten, den neusten Aktivitäten zur Verschleierung und Verharmlosung durch die Repressionsbehörden – sowie – natürlich über die geplanten Aktivitäten zum 12. Jahrestag!

Freitag, 11. November | 18 Uhr in der Erich-Kästner-Str. 12
15711 Königs Wusterhausen (Saal, Erdgeschoss)

In Zusammenarbeit mit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V.

* Flyer zum Ausdrucken & Verteilen als PDF-Dokument: hier.

Verfassungsschutz? Dem VS auf die Finger schauen

Veranstaltungshinweis:

Veranstaltung Rote Hilfe e.V in Zusammenarbeit mit der Gruppe AktE Potsdam

Seit Ende 2013 wurde schrittweise bekannt, dass der Brandenburger
Geheimdienst die alternative (Jugend-) Kultur des Landes systematisch
überwacht. So notieren die „Verfassungsschützer“ die Teilnehmerinnen
von Demonstrationen gegen Atomkraft, privaten Geburtstagsfeiern,
Fussballspielen und Vorträgen zum Wirken der Geheimdienste.

Doch wer wird überwacht und wie haben die Betroffenen davon erfahren?
Durch viele Anträge auf Aktenauskunft wurde ein Ausschnitt der
Überwachung bekannt. Im Arbeitskreis für die totale Einsicht (AKtE)
haben sich darauf Betroffene zusammengeschlossen. Bei einem kleinen
Vortrag wird sie von den Geschichten berichten und zeigen wie wir uns
gemeinsam besser gegen die Schlapphüte und ihre Paranoia wehren
können.

Wann: Samstag, 11. Juni | 15 Uhr
Wo: in der Erich-Kästner-Str. 12, 15711 Königs Wusterhausen
(Saal, Erdgeschoss)

Eintritt frei / Imbiss & Getränke gegen Spende

Solidarität mit den Genossinnen der SGDF Den Terror mit unserer Solidarität überwinden

Spendenaufruf für die Opfer des IS-Anschlags in Suruç
Bundesweite Infotour mit einem Überlebenden des Anschlags

Am 20. Juli 2015 detonierte auf dem Gelände des Amara Jugendzentrums in Suruç eine Bombe inmitten einer Gruppe von mehreren hundert Jugendlichen und riss 33 von ihnen in den Tod.

Der Anschlag war ein gezielter Angriff des sog. Islamischen Staates (IS) auf die Föderation der sozialistischen Jugendvereine (SGDF). Etwa 300 aus der gesamten Türkei angereisten Mitglieder dieser linken Jugendorganisation hatten sich zum Ziel gesetzt, ihren Sommerurlaub in der umkämpften und vom Krieg nahezu zerstörten Stadt Kobane zu verbringen, beim Wiederaufbau zu helfen und Hilfsgüter dorthin zu transportieren.

Der Anschlag, begangen von einem IS-Selbstmordattentäter, wurde vom türkischen Regime genutzt, um umfangreiche Razzien durchzuführen und über tausend linke Opposition in der Türkei zu inhaftieren. Ebenso dienten sie als Vorwand für Bombardierungen der türkischen Armee, die sich in erster Linie gegen Stellungen der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) richteteten, und so den begonnenen Friedensprozess zum Erliegen brachten.

Seit jenem Anschlag hat sich das politische Klima in der Türkei weiterhin zunehmend verschärft. Der weitere IS-Anschlag auf eine Friedensdemonstration in Ankara, die militärische Einkesselung mehrerer kurdischer Städte mit zahlreichen Toten bestimmen die Situation in der Türkei, die mit der erneuten absoluten Mehrheit der AKP im türkischen Parlament immer weiter eskaliert.

Wir wollen die Opfer des Anschlags in Suruç nicht allein lassen und rufen zur aktiven Solidarität mit den Verletzten und Hinterbliebenen der getöteten GenossInnen auf. Unsere Absicht ist es außerdem zu verhindern, dass der Terror des IS und des AKP-Regimes Solidaritätsprojekte der linken Bewegung in der Türkei mit den Menschen in Kobane unterbindet.

Benötigt werden Gelder für Grabstätten der getöteten AktivistInnen. Sowohl die Hinterbliebenen als auch die Schwerverletzten brauchen in vielen Fällen längerfristige psychologische Betreuung. Auch die ärztliche Versorgung, Medikamente und Hilfsmittel wie Rollstühle sind von den betroffenen Familien und der SDGF alleine nicht aufzubringen.

Aus diesem Grund rufen wir zu einer Spendenkampagne auf. Jeder Beitrag ist ein Zeichen internationaler Solidarität und hilft konkret, diese notwendige Versorgung und Betreuung zu gewährleisten.

Kontoverbindung: Verein für internationale Freundschaft und Solidarität e.V.
IBAN: DE30 1001 0010 0656 3151 07
BIC: PBNKDEFF / Stichwort: SGDF

Weitere Infos „>hier

Mail: agif@gmx.de
bundesvorstand@rote-hilfe.de

Flyer

Krieg Flucht Repression – Infoabend in Fürstenwalde

Wir laden ein zu einer Podiumsdiskussion zum Thema:

Krieg, Flucht, Repression. Benefiz und dann?

Als Referent_innen diskutierten u.a:
Said Dudin * Syrischer Schriftsteller, Journalist
Evelin Piétza * Friedensaktivistin und Journalistin
Mario Berrios Miranda * DKP Brandenburg
Bundesvorstand Roten Hilfe e.V. * angefragt

Wann: 04.03.2016 um 18:00 Uhr
Wo: Fürstenwalder Hof * Saal Berlin * Am Kaiserhof * Fürstenwalde

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Veranstalter: DKP OG Fürstenwlde und Rote Hilfe KW

Im Gefängnis begreift man

»Ja, liebe Genossen und Genossinnen, hier im Gefängnis begreift man besser, als draußen, wie notwendig die Rote Hilfe ist … Aber die Ihr draußen seid, Ihr habt noch die Freiheit – und mancher kann nicht sagen, wie lange noch … Euch mochte ich bitten … «
Da möchte ich mitbitten.
Die zitierten Sätze stammen aus dem rührenden Brief eines Arbeiters, Georg Keisinger; die >Rote Hilfe< hat ihn veröffentlicht.
Über meinem Schreibtisch hängt ein Bild. Drei Sträflinge sind darauf zu sehn. Und darunter steht: »Wir erwarten, daß ihr für uns kämpft, wie wir für euch gekämpft haben.«
Sechstausend sprechen heute so – mehr als sechstausend. Ich halte es einfach für eine Dankesschuld an diese Männer und Frauen, daß wir helfen, so gut wir können. Hier hilft vor allem Geld.
Die Rote Hilfe stellt den Leuten Anwälte, wenn es noch nicht zu spät ist. Sie sendet ihnen Liebesgaben ins Gefängnis. Sie hilft den Familien weiter, die von diesen juristischen Verwaltungsmaßnahmen am schlimmsten getroffen werden. Über manches wäre vielleicht zu streiten. Aber ich meine, man sollte aus einer Solidarität helfen, die da bekundet:
Was ein deutscher Richter an sogenannten entehrenden Strafen verhängt, ist für uns nicht einmal eine Ehre – es ist gleichgültig. Gleichgültig seine Meinung über Landesverrat-, gleichgültig seine feinen Unterschiede zwischen Überzeugungsattentätern und gemeinen Verbrechern –: was hier ausgekochten wird, ist ein Teil jenes großen Kampfes, der heute quer durch die Völker geht. Und zum Kriegführen gehört Geld.
Reich sind wir alle zusammen nicht. Aber hier zehn Mark und da zehn Mark, es summiert sich. Und es macht die besten Vorkämpfer unsrer Sache stark. Die Geber sind in Freiheit. Wie lange noch, hat der Arbeiter gefragt. Er hat ganz recht: wie lange noch? Bis zur nächsten Notverordnung?
Man kann für etwas geben. Man kann aber auch gegen etwas geben. Gebt bitte Mann für Mann und Frau für Frau ein paar Mark gegen diese Richter und für unsre Gesinnungsfreunde!

Kurt Tucholsky
Die Weltbühne, 15.12.1931, Nr. 50, S. 902.

Dieser Text von 1931 ist leider nach wie vor aktuell.
Da wir das nicht besser ausdrücken können, greifen wir auf einen Text zurück.
Nur unsere Kontonummer ist anders:

Spendenkonto:
Kontonummer: 40 07 23 83 18
BLZ: 430 609 67 / GLS Bank Bochum
BIC: GENODEMIGLS
IBAN: DE28 4306 0967 4007 2383 18

Danke




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